Datum: 15.09.2020

Wohngeld und Grundsicherungsleistungen

Antragsfristen nicht verpassen

Im Rahmen der Umstellung der Leistungen im Bundesteilhabegesetz (BTHG) musste für den Personenkreis, der in einer „besonderen Wohnform“ lebt, ein Antrag auf Grundsicherung gestellt werden. In zahlreichen Fällen ergab die Berechnung, dass beispielsweise aufgrund eigener Rentenbezüge zwar keine Grundsicherung geleistet wurde, aber ein Anspruch auf Wohngeld bestand. Beide Leistungen werden befristet gewährt und zur Weitegewährung über das Leistungsende hinaus ist wieder ein neuer Antrag erforderlich. Viele Grundsicherungsämter - und hierzu zählt auch das des Landkreises Neunkirchen - erinnern an den Antrag zur Weiterbewilligung, indem ca. 6 Wochen vor der Frist ein neuer Antrag zugeschickt wird.

Aber Achtung! Beim Bezug von Wohngeld wird der Wohngeldbezieher bzw. dessen Betreuer von der Wohngeldstelle nicht an die Einreichung eines Weiterbewilligungsantrages erinnert. Wird somit der Antrag nach Ablauf des Bescheides nicht neu gestellt, kann hier eine Leistungslücke entstehen, für die der Betreute seinen Betreuer verantwortlich machen könnte, was somit ein Fall für die Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung wäre. Es empfiehlt sich daher grundsätzlich, beim Erhalt eines Bescheides das darin angegeben Datum bzgl. des Endes des Leistungsbezuges in den eignen Terminkalender zu übertragen, um frühzeitig daran erinnert zu werden, einen Weiterbewilligungsantrag zu stellen.