Schonvermögen

Was bedeutet Schonvermögen?

Das Schonvermögen hat nicht nur bei der Ermittlung der Mittellosigkeit für die Betreuerkosten eine Bedeutung, sondern auch bei der Beantragung von Sozialleistungen. Es handelt sich um sogenanntes „geschütztes“ Vermögen. Lebt also ein Mensch aufgrund seiner Behinderung oder Pflegebedürftigkeit in einer Einrichtung, so muss er nur  das Einkommen bzw. verwertbare Vermögen zur Deckung der Heimkosten heranziehen, welches über dem Schonvermögen liegt. 

Wie hoch ist das Schonvermögen?

Seit dem 1.4.2017 beträgt das Schonvermögen für alle, die in irgendeiner Form Sozialhilfe beziehen, also

 

  • Grundsicherung im Alter
  • Grundsicherung bei voller Erwerbsminderung
  • Eingliederungshilfe
  • oder die in einer Einrichtung leben und die Kosten von der Sozialhilfe übernommen werden

 

einheitlich 5000,- € pro Person. Bei einem Ehepaar, die beide Sozialleistungen beziehen, steht jedem der Freibetrag von 5000,- € zu.

 

Für Hilfesuchende, die eine Kriegsopferrente beziehen gilt ein Schonbetrag von 5.138 Euro (Stand 2005.) Die Kriegsopferrente wird hierbei zur Deckung der Heimkosten nicht herangezogen. Auch das Blindengeld ist nicht anrechnungsfähig. Zu beachten ist, dass Zinseinkünfte  als Einkommen zählen und daher dem Kostenträger mitgeteilt werden müssen. In manchen Fällen ist das Hauseigentum zu berücksichtigen. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn es sich um ein Einfamilienhaus handelt und der Hilfesuchende selbst darin wohnt.