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Betreuungsrecht in leichter Sprache

Flyer zum Betreuungsrecht

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Rechtliche Betreuung

Was heißt Betreuung?

Unter Betreuung wird die gesetzliche Vertretung einer/eines Hilfebedürftigen verstanden. Sie wird dann von Bedeutung, wenn ein Mensch aufgrund seiner körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung nicht mehr dazu in der Lage ist, seine Angelegenheiten selbst zu erledigen. In diesem Fall kann dem/der Hilfebedürftigen ein/e BetreuerIn zur Seite gestellt werden. Die/der BetreuerIn darf die/den Hilfebedürftige/n in den vom Gericht festgelegten Bereichen rechtlich vertreten.

Wird ein betreuter Mensch entmündigt?

Betreuung bedeutet nicht zugleich die Entmündigung der/des Betreuten. Das Betreuungsrecht hat 1992 das Vormundschafts- und Pflegschaftsrecht und damit auch die Entmündigung abgelöst. Die/der Betreute bleibt also voll geschäftsfähig. Die Betreuung soll der/dem Betreuten dabei helfen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Die/der BetreuerIn muss die Wünsche und Bedürfnisse der/des Betreuten berücksichtigen und die Angelegenheiten, die zu regeln sind, mit ihr/ihm besprechen.

Welche Rechte hat die/der Betreute?

Jede/r Betreute hat ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben. Grund- und Menschenrechte werden durch die Betreuung nicht berührt. Dies bedeutet beispielsweise auch, dass jede/r Betroffene die Möglichkeit hat, eine/n BetreuerIn vorzuschlagen. Lediglich wenn die/der Betroffene keine/n BetreuerIn vorschlägt, wird ein/e ehrenamtliche/r FremdbetreuerIn (in schwierigen Fällen ein/e Vereins- oder BerufsbetreuerIn) eingesetzt. Ebenso hat die/der Betreute zunächst selbst das Recht Entscheidungen über ärztliche Eingriffe und medizinische Behandlungen zu treffen. Nur wenn die/der Betreute selbst nicht mehr versteht, was sie/er entscheiden soll, also einwilligungsunfähig ist, darf die/der BetreuerIn für sie/ihn Entscheidungen treffen.