Auszug aus dem Jahresbericht 2019

 

Mitgliederentwicklung

Mit Ablauf des Berichtsjahres ist die Zahl der Mitglieder auf 274 gestiegen. Von diesen Mitgliedern sind ca. 240 als ehrenamtliche Betreuer eingesetzt, die zusammen etwa 540 Betreuungen führen. 

 

 

Beratung

 

Der Betreuungsverein erfüllt die Aufgaben gemäß § 1908 f BGB. Dazu zählen:

- die Gewinnung, Schulung und Beratung von ehrenamtlichen Betreuern

- die Beratung von Bevollmächtigten

- Information und Beratung zu Vorsorgemöglichkeiten

- Versicherung der ehrenamtlich Tätigen

 

 

Das Beratungsangebot ist sehr vielfältig und orientiert sich an den persönlichen Bedürfnissen des Ratsuchenden.

Die Beratung erfolgt:

- nach Terminabsprache in der Geschäftsstelle des Vereines oder bei den Ratsuchenden im häuslichen Umfeld

- an jedem letzten Donnerstag im Monat im Rahmen einer Sprechstunde in der Gemeinde Illingen

- vierzehntägig im  „Momentum – Kirche am Center“ in Neunkirchen

- telefonisch

- online

Ergänzend zu unserm Beratungsangebot veröffentlichen wir Informationen zu den Beratungsthemen im Rundbrief „Skfm-Aktuell“, auf unserer Homepage sowie mittels Prospektmaterials.

 

 

Beratung zu betreuungsrechtlichen Fragen

 

Ratsuchende sind ehrenamtliche Fremd- und Familienbetreuer, Betreute, Personen, in deren sozialen Umfeld für einen Betroffenen eine Betreuung eingerichtet werden soll sowie Mitarbeiter anderer Fachstellen und Dienste.

Beispielhaft sind hier einige Themen genannt, die Gegenstand der Beratung waren:

- Hilfestellung bei Rechnungslegung, Vermögensübersicht und Berichten

- Aufgaben und Grenzen des Betreuers in den einzelnen Aufgabenkreisen

- Fragen zu Heimangelegenheiten wie Kostenträger, Heimvertrag, Schonvermögen,…

- Vermittlung weitergehender Hilfen

- Formularhilfe

- Genehmigungspflichten    

Ein besonderer Schwerpunkt in der Beratung hat im Berichtsjahr die Umsetzung des 2. Teils des neuen Bundesteilhabegesetz (BTHG) eingenommen. Durch die zum 1.1.2020 eingetretenen Veränderungen ist auf die Betreuer ein erheblicher bürokratischer Mehraufwand zugekommen. Erschwerend kam hinzu, dass lange Zeit Unklarheit über das Antragsverfahren und die konkrete Umsetzung herrschte, was viele ehrenamtliche Betreuer verunsicherte. Es war zu befürchten, dass Betreuer aufgrund dieser Umstände ihr Amt zur Verfügung stellen würde, was jedoch durch intensive Beratung und gezielten Schulungsveranstaltungen z.T.  abgewendet werden konnte. 

Schulung, Information und Erfahrungsaustausch

Zur Unterstützung der ehrenamtlichen Betreuer wurden unsererseits im Berichtsjahr wiederum regelmäßige Informationsveranstaltungen und Treffen zum Erfahrungsaustausch angeboten. Für neue Betreuer wurde erneutin Kooperation mit der örtlichen Betreuungsbehörde eine aus zwei Modulen bestehende Betreuerschulung angeboten, in der grundlegendes Wissen zum Betreuungsrecht vermittelt wurde. Ein wichtiger Aspekt bei der Schulung von ehrenamtlichen Betreuern stellt für uns die Haltung des Betreuers dar. Ein wertschätzender, partnerschaftlicher Umgang sollte hier an oberster Stelle stehen.

Neu war ein Angebot in Form eines Workshops, in dem anhand konkreter Fallbeispiele die Themen Berichtspflicht, Vermögensverzeichnis und Rechnungslegung intensiv besprochen wurden.

Zu einem festen Bestandteil ist der SKFM beim Informationstag für „Ältere und Menschen mit Behinderung“ in der Gebläsehalle in Neunkirchen, einer Veranstaltung der „Leitstelle Älter werden“ des Landkreises Neunkirchen und des Seniorenbüros der Kreisstadt Neunkirchen,  geworden. Neben einem Vortrag nutzten zahlreich Ratsuchende am Informationsstand die Gelegenheit, sich über betreuungsrechtliche Themen und Möglichkeiten der Vorsorge zu informieren     

Weiterhin wurden wir von verschiedensten Vereinen und Verbänden als Referenten für die Themen Betreuungsrecht, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung angefragt.